Montag, 6. Juli 2009

Lese gerade...Pascal Mercier: Nachtzug nach Lissabon

Nachtzug nach Lissabon ist ein Roman von Pascal Mercier (ein Pseudonym Peter Bieris) aus dem Jahr 2004. Er beschreibt, was geschehen kann, wenn ein Mensch plötzlich und konsequent sein gewohntes Leben aufgibt und sich auf die Suche nach dem bisher ungelebten Leben begibt. Ein literarisches Vorbild ist dabei der Roman „Der Mann, der den Zügen nachsah“ von Georges Simenon und die gleichnamige Verfilmung. Simenons Held wird aus der Realität gerissen und gerät auf einer Zugreise in eine kriminelle Gegenwelt. Bieri legt die Zugmetapher anders aus.

„ICH WOHNE IN MIR WIE IN EINEM FAHRENDEN ZUG“
„Ich bin nicht freiwillig eingestiegen, hatte nicht die Wahl und kenne den Zielort nicht. Eines Tages in der fernen Vergangenheit wachte ich in meinem Abteil auf und spürte das Rollen. Es war aufregend, ich lauschte dem Klopfen der Räder, hielt den Kopf in den Fahrtwind und genoß die Geschwindigkeit, mit der die Dinge an mir vorbeizogen. Ich wünschte, der Zug würde seine Fahrt niemals unterbrechen. Auf keinen Fall wollte ich, daß er irgendwo für immer hielte.“
Mein eigenes Fazit - bald hier.

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